Malen mit Aquarellfarbe ist keine Hexerei und braucht nicht viel Material: mit Aquarellfarben zu malen kann jeder lernen, der will! Ist das nicht toll? Ich mache das selber noch gar nicht sooo lange und ich war selbst überrascht, wie schnell man vorzeigbare Ergebnisse erzielen kann. Die fliessende Farbe verzeiht kleine Ungenauigkeiten und oft sieht es sogar noch ganz gut aus, wenn es eben nicht perfekt ist. Das ist eine wunderbare Voraussetzung, um als Anfänger mit dem Malen zu starten. Ich habe mit Malen begonnen, um im Alltag mit den Kindern etwas für mich zu haben. Einfach zwischen durch ein Moment Ruhe und Zeit für mich, die ich mit Farbe und Pinsel verbrachte. Ich finde das total entspannend und es bringt mich auf andere Gedanken, oder besser gesagt, ich denke dann gar nicht gross nach. I just go with the flow! 🙂 Wie man so schön sagt.

In diesem Blog-Beitrag und den darauf folgenden, möchte ich dir meine Tipps und Tricks zu Material und einfachen Bildern/Techniken geben. Abonniere am besten gleich den Newsletter, damit du keine neuen Blogbeiträge verpasst.

Was du dazu brauchst

In diesem Blog-Beitrag möchte ich dir zeigen, welche Materialien du für den Start brauchst. Es gibt wirklich preiswerte Pinsel, Farben und Papiere, die sich hervorragend für Anfänger eignen. Du kannst also einfach mal ausprobieren und schauen, wie du dich dabei fühlst. Es lohnt sich nicht, schon zu Beginn alles mögliche zu kaufen. Vielleicht entspricht dir das eine oder andere gar nicht. Manche brauchen viele verschiedene Pinsel, andere arbeiten nur mit zwei bis drei. Manche mögen die Farbe aus der Tube andere malen nur mit Farbe aus dem Töpfchen. Ziemlich schnell wirst du merken, was dir Spass macht und welcher Maltyp du bist.

Bevor wir starten, noch eine kurze Klarstellung. Die nachfolgende Auflistung beinhaltet meine Lieblingsmaterialien. Ich bin kein Experte und kann dir nicht über alle Materialen Auskunft geben. Es gibt z.B. viele verschiedene Papiersorten und ich kann dir die Unterschiede nicht bis ins Detail erklären. Aber ich kann dir sagen, mit welchen Materialen ich gut zurechtkomme und sehr zufrieden bin.

Für den Anfang empfehle ich dir, folgendes Grundmaterial zu besorgen:

Ausserdem benötigst du noch Folgendes, was du sicher zu Hause hast:

Aquarellpapier

Es gibt wie gesagt viele verschiedene Papiere. In meinen Augen ist eines der wichtigsten Kriterien die Papierstärke. Wieso? Weil beim Malen mit Aquarell- oder Wasserfarbe viel mit Wasser gearbeitet wird. Zu dünnes Papier beginnt sich schnell zu wellen, was zu sehr unschönen Ergebnissen führt. Ich persönlich würde kein Papier mit weniger als 250 g/m2 verwenden. Das wellt nicht, auch wenn du viel Farbe/Wasser verwendest. Aus demselben Grund verwende ich vierseitig verleimte Blöcke. Das hilft, das Blatt schön flach zu halten. Du malst dabei gleich auf dem Block und durch die verleimten Seiten, bleiben die unteren Seiten “sauber”. Es gibt auch einzelne Papierbögen, aber die werden mir auch zu schnell wellig. Beachte, dass es beim Malen mit Aquarellfarbe ganz normal ist, wenn sich das Papier vom vielen Wasser etwas biegt. Nach dem Trocknen gibt sich das wieder oder lässt sich einfach mit einem schweren Buch pressen.

Natürlich gibt es auch verschiedene Formate. Da kann ich dir keinen Tipp gebe. Ich nehme gerne kleine Blöcke, z.B. A6, A5 oder etwas dazwischen, da ich gerne Karten damit anfertige. Es gibt aber natürlich auch grössere Formate. Wähle ganz nach deinen Vorlieben und den Bildern, die du zu Papier bringen möchtest.

Ausserdem gibt es auch verschiedene Oberflächen: matt, rau, glatt, satiniert… Auch hier gibt es nicht das richtige Aquarellpapier. Ich persönlich mag raue Papiere, bei denen die Struktur gut sichtbar ist. Die unterschiedlichen Oberflächen sind nicht nur optisch anders, die Farbe verhält sich auch anders. Welches dein Favorit wird? Probiere am besten verschiedene aus. Keines ist falsch.

Ich arbeite gerne mit den folgenden Aquarell-Blöcken:

  • Aquarell Torchon 275 g/m2, 12 x 17 cm von Hahnemühle
  • Etival, Feinkorn, 300 g/m2, 10 cm x 15 cm von Clairefontaine
  • Montval®, 300 g/m2, 10,5 cm x 15,5 cm von Canson (Canson bietet eine Auswahlhilfe, siehe Link)

Mein Lieblingspapier

Noch ein kleiner Tipp am Rande: 

Die vierseitig geleimten Blöcke haben alle irgendwo eine kleine Stelle oder Ecke, die nicht geleimt ist. Dort kann man das oberste Blatt nach dem Malen abtrennen. Ich mache das jeweils mit einem kleinen Rüstmesser aus der Küche. Ob das die Profis auch so machen, weiss ich nicht 😉

Und ich habe immer mehrere Blöcke, damit ich die Bilder noch auf dem Block trocknen lassen und in der gleichen Zeit weiter malen kann. Wenn das Bild nicht zu nass ist, kann man es aber auch schon vorher wegnehmen.

Pinsel

Wie bei vielem, hast du auch bei Pinseln die Qual der Wahl. Es gibt ganz billige und sehr, sehr teure Pinsel. Ich habe mir zugegeben noch nie die Mühe gemacht, die Unterschiede zu studieren. Begonnen habe ich ganz ehrlich mit Pinseln von IKEA. Ok, die waren nicht qualitativ hochwertig, aber sie haben ihren Zweck erfüllt und ich habe auch mit diesen billigen Pinseln gemerkt, dass es mir Spass macht zu malen. Ich habe mir dann bald ein paar Pinsel von Van Gogh gekauft. Mit denen male ich immer noch und bin zufrieden. Für den Start reichen 3-4 Pinsel in verschiedenen Grössen aus. Von Van Gogh gibt es zum Beispiel auch Pinselsets (z.B. Van Gogh Aquarellpinselset Series 191 (Nr. 4-8-12)), die sich super als Startset eignen.

Meine Lieblingspinsel

Pinsel-Pflegetipps

Trage deinen Pinseln sorge, auch wenn sie nicht zu den teuersten gehören, so hast du lange Freude daran. Hier ein paar Tipps:

  • Lass den Pinsel nie im Wasserglas stehen.
  • Reinige sie nach dem Malen gründlich mit Wasser.
  • Lasse sie mit dem Pinselkopf nach unten oder liegend trocknen, nicht mit dem Pinselkopf nach oben.
  • Verwende zum Schutz der Pinselhaare die Plastikschutzkappe, die mit dem neuen Pinsel kommt. Stecke die Kappe erst nach dem Trocknen wieder auf.
  • Verwende deine Aquarellpinsel nur für das Malen mit Aquarellfarbe.

Aquarellfarbe

Natürlich besonders wichtig sind die Aquarellfarben. Aquarellfarben gehören zu den Wasserfarben. Sie sind stärker pegmentiert als Wasserfarben, halten deshalb lange und sind intensiver. Wenn du gerade keine Aquarellfarbe zur Hand hast, aber Wasserfarbe, starte damit. Wenn du dir sowieso etwas kaufen musst, besorg dir einen kleinen Aquarellkasten. Wie du dir sicher denken kannst, ist auch hier die Auswahl riesig. Ich bin seit Beginn den Farben von Van Gogh treu und habe noch keine anderen getestet. Ich finde das Preis-Leistungs-Verhältnis super und habe mittlerweile eine grosse Auswahl. Für den Start reicht dir aber ein kleiner Malkasten völlig aus. Du brauchst nämlich nicht X verschiedene Farben, denn schon mit wenigen Farben kannst du eine Unmenge an Farben mischen. Vorausgesetzt natürlich, du hast die Grundfarben dabei. Ich kann dir den Basiskasten von Van Gogh empfehlen. Mit den darin enthaltenen Farben kannst du echt schon viel machen, die Handhabung der Farben im Töpfchen ist einfach, im Deckel hast du Platz zum Mischen und er ist nicht zu teuer.

Aquarellfarbe gibt es auch in der Tube. Ich habe mir die erst nach einiger Zeit gekauft, als ich z.B. gemerkt habe, ich verwende super gerne Blautöne. Da habe ich mir ein paar davon in der Tube gekauft. Man braucht sehr, sehr wenig Farbe, da man immer auch Wasser dazugibt. Eine Tube hält bei mir sehr lange. Du brauchst einfach eine separate Mischpalette oder etwas Ähnliches, wo du die Farbe reingeben kannst. Für den Start würde ich aber wie gesagt einen kleinen Malkasten bevorzugen.

Aquarellfarben Pocket Box 

Aquarellfarbe gibt es auch in der Tube. Ich habe mir die erst nach einiger Zeit gekauft, als ich z.B. gemerkt habe, ich verwende super gerne Blautöne. Da habe ich mir ein paar davon in der Tube gekauft. Man braucht sehr, sehr wenig Farbe, da man immer auch Wasser dazugibt. Eine Tube hält bei mir sehr lange. Du brauchst einfach eine separate Mischpalette oder etwas Ähnliches, wo du die Farbe reingeben kannst. Für den Start würde ich aber wie gesagt einen kleinen Malkasten bevorzugen.

Aquarellfarbe aus der Tube

Tipp: Farbreste trocknen lassen und wieder verwenden

Was ich beim Malen mit Aquarellfarbe echt super finde, ist das du dir keine Gedanken machen musst, dass du Farbreste nicht mehr verwenden kannst. Ich lasse die Farbe, wenn ich mit Malen fertig bin, einfach im Deckel oder in der Mischpalette trocknen. Beim nächsten Mal kann ich einfach mit dem Pinsel wieder Wasser dazugeben und die Farbe ist wieder wie neu.

Wasser und Wasserglas / Lappen oder Haushaltspapier

Ich habe immer zwei Wassergläser mit frischem Wasser bereit. Sinn der Sache ist eigentlich, dass ein Glas mit sauberem Wasser bleibt und das andere zum Auswaschen des Pinsel dient. Meistens sind bei mir dann aber immer bald beide Gläser schmutzig und ich muss mir frisches Wasser holen 😉 Ansonsten kannst du keine hellen Farben mehr verwenden oder keine Fläche mehr nässen.

Also zwei Wassergläser und daneben lege ich mir ein, zwei Lagen Haushaltspapier oder ein altes Abtrocknungstuch, um den Pinsel abzustreifen.

Und was auch noch ziemlich praktisch ist, ist ein Stück Aquarellpapier, um die Farben zu testen, bevor man sie auf das “richtige” Blatt bringt. Meistens verwende ich Blätter, die ich schon bemalt und für nicht gelungen befunden habe.

That’s it 🙂

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen aufzeigen, dass es zum Malen mit Aquarellfarbe wirklich nicht viel braucht und dich animieren, auch damit zu beginnen. Auf Facebook und Instagram teile ich regelmässig Tipps und Tricks, Videos und meine eigenen Bilder. Folge mir doch, damit du nichts mehr verpasst. Neue Blog-Beiträge befinden sich auch bereits in der Pipeline, melde dich hier für den Newsletter an, um immer als erste davon zu erfahren. 

Viel Spass beim Material besorgen und ausprobieren! Wenn du Fragen hast, kannst du mir gerne eine Nachricht via Kontaktformular schicken. Ich freue mich von dir zu lesen! 

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